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Freitag, 22.5.2015

Am Morgen lag leichter Nebel über den Campingplatz, hat sich rasch verzogen und wir hatten einen sonnigen Tag mit recht angenehmen Temperaturen.

Tapeley Park

Das Haus wurde um 1700 erbaut und bekam Anfang des 20. Jhdts. sein heutiges Aussehen. Interessant ist die Geschichte der Familie des jetzigen Besitzers. Der 1745 im schweizer Kanton Bern geborene Daniel Beat Christin verließ, nachdem sein Vater das gesamte Vermögen durchgebracht hat, die Schweiz, änderte seinen Familiennamen auf Christie und heuerte bei der East India Company an. Bei den Kämpfen zwischen der East India Company und dem arabisch stämmigen indischen Feldherrn Hyder Ali, die beim Palast des Surdan Cawn stattfanden, verhinderte Christie, dass Matrosen der East India Company 8 Frauen aus dem Harem des Cawn ihrer Juwelen beraubten und noch weitere Gräueltaten begingen. Daraufhin schenkten die Frauen ihre Juwelen Christie, der sie unter den Matrosen verteilte. Als Cawn davon hörte, machte er Christie ein Geldgeschenk im Wert von 20.000 Pfund, damals eine unvorstellbare Summe.
Tapeley Park kam durch eine Erbschaft an seinen Enkel, William Langham Christie, in den Besitz der Familie. Der jetzige Besitzer, Hector Christie, geboren 1963, bekam das Anwesen von seiner Tante und hat es für kurze Zeit als Kommune geführt. Er sieht sich als Natur- und Umweltschützer, hat an vielen Demonstrationen teilgenommen, wurde mehrfach arrestiert, sogar einmal in Deutschland, wo man ihn so rechtzeitig wieder frei gelassen hat, dass er den gebuchten Heimflug erreichen konnte.

Der Garten selbst ist unspektakulär, es gibt keine großartigen Gartenbereiche, sie sind meist große Rasenflächen mit Blumenborders an den Rändern. Auf dem Grundstück gibt es neben dem obligatorischen Küchengarten einen Permakultur-Garten – ein Garten, bei dem die Pflanzen so gesetzt werden, dass sie sich gegenseitig unterstützen und schützen. Es gibt auch ein bewohntes Haus, das aus Stroh errichtet wurde und mit Lehm verputzt.

Das Haus, leider nicht die Hauptfront, diese war einfach nicht zu fotografieren, da davor etliche Terassen lagen. Der Italienische Garten, so ähnlich sehen alle formalen Gartenbereiche aus.
Das Border im Italienischen Garten Ein weiterer Gartenbereich, Abwechslung bieten neben den Palmen die kleinen Topiaries.
Diese Treppe führt in einen höheren Bereich, einen Waldgarten. Daran sieht man, dass der Garten nicht gerade eben ist und dass es eine Heidenarbeit gewesen sein muss, die Terassen herzustellen.

Koordinaten 51.0407, -4.1728


Marwood Hill Gardens

Ein noch sehr junger, eher kleiner Garten, sein Begründer ist erst vor wenigen Jahren gestorben. Der Garten liegt in einem schmalen Tal und ist von einem Bach durchflossen, von dem er zu beiden Seiten ansteigt. Der Bach ist zwei Mal zu einem Teich aufgestaut. Es gibt keinen wirklich formalen Bereich, es gibt einige Gartenräume, unter anderem einen schmalen, langen Bereich, der an einer Seite von einer Mauer begrenzt ist. An der Mauer und in der Mitte sind zwei Boarders. Einen großen Bereich nimmt ein Waldgarten ein. Trotzdem war dieser Garten sehr faszinierend und wir haben ihn recht lange durchstreift.

Koordinaten 51.11843,-4.07999

Papageienschnabel Immer wieder - die verschiedenen Grüntöne, die die Bäume haben, wenn es keine Monokulturen sind, sondern verschiedenste Bäume nebeneinander gepflanzt werden.


Auf der Suche nach einem Campingplatz sind wir auf einem Farmcampingplatz gelandet. Schon auf der Fahrt sahen wir Wolken oder Nebel über eine kleine Hügelkette kommen. Der Farmer klärte uns auf, dass das Seenebel sei, der dann im Laufe der Zeit auch den Campingplatz, der auf einem Hügel liegt, erreicht hat. In der Früh hat dann jedenfalls die Sonne gescheint und man hat nur mehr am Horizont noch Nebel gesehen. Als der Farmer erfuhr, dass wir aus Österreich kommen, hat er uns seine Holzpellet-Zentralheizungsanlage gezeigt, die aus Österreich stammt.


Koordinaten 51.10102,-4.02957

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