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Freitag, 15.5.2015

Wärmer war es, zeitweise sonnig.

Lanhydrock House

Lanhydrock haben wir heurer nicht zum ersten Mal besucht. Das Haus selbst ist beeindruckend, der Garten noch mehr.

Anfang des 17. Jhdt. wurde der erste Teil des Hauses vor Richard Robartes gebaut, das von seinem Sohn 30 Jahre später auf vier Flügel um einen Innenhof erweitert wurde. Außerdem wurde das Torhaus – ursprünglich ein Jagdhaus – erbaut. Die Nachfahren wohnten dann in anderen Häusern, sodass 100 Jahre nachdem der Bau begonnen wurde, Reisende das Haus Mitte des 18. Jhdt. als verfallen und verwahrlost beschrieben.

George Hunt ließ Ende des 18. Jhdt. den Ostfügel abreißen, sodass das Haus die heutige, dreiflügelige Form bekam, und es neu einrichten. Mitte des 19. Jhdt. wurde das Haus renoviert. 1881 zerstörte ein Brand den Südflügel und einen Teil des Westflügels. Das Mauerwerk hatte dem Feuer stand gehalten, so wurde umgehend mit dem Wiederaufbau begonnen, bei dem das Haus grundlegend modernisiert wurde und im Sinne des prüden viktorianischen Gedankens aufgeteilt. So wurde die Dienerschaft von den Hausbewohnern getrennt, sie erhielten eigene Wohnbereich und eigene Treppen im Haus, damit sie ihren Dienstgebern nicht unter die Augen kamen.. Das männliche Dienstpersonal wurde vom weiblichen getrennt (auch eigene Stiegenhäuser), es gab nur eine Verbindungstüre, deren Schlüssel der Housekeeper aufbewahrte. Dennoch waren die Robartes vorbildliche Dienstgeber, die Wohnräume des Hauspersonals großzügig. Noch zu Beginn des 1. Weltkrieges waren die Robartes eine große Familie. Im Krieg fiel ein Sohn, ein weiterer war von den Kriegserlebnissen psychisch so angeschlagen, dass er sich in den Dreißiger-Jahren umbrachte und die anderen beiden Söhne sowie die Schwestern blieben unverheiratet. So gab es keinen Erben und 1953 wurde Haus und Grund an den National Trust übergeben, der letzte Sohn und seine beiden Schwestern lebten bis zum Tod noch auf Landhydrock.

Der Garten unterteilt sich in einen formal gegliederten Bereich und in einen Landschaftspark.

Das Torhaus, ursprünglich als Jagdhaus erbaut. Das Haus selbst vom Obergeschoß des Torhauses gesehen
Die für damalige Verhältnisse hochmoderne Küche. Die Grillspieße und der Grillkäfig werden mechanisch gedreht und nicht von jungen Buben. Ein Puppenhaus, in etwa so hoch wie Gabi groß ist.
Handbetriebener Staubsauger. Mit dem Hebel rechts werden die Blasbälge bedient, die die Luft durch den Schlauch anziehen. Das Schlafzimmer des Viscount. Am liebsten badete er in dem kleinen Schaff vor dem Kamin, obwohl ihm ein großes und feudales Badezimmer zur Verfügung stand. Auch seine Frau badete am liebsten in ihrem Schlafzimmer vor dem Kamin - trotz ihrem eigenen Badezimmer.
Die Gallery mit einer großartigen Stukkatur-Decke, die biblische Motive zeigt. Auch das macht England für uns so faszinierend: die komplette Hauswand mit Wisteria bewachsen.
Ein kreisförmiger Staudengarten, die rechte Hälfte wurde erst in den Siebzigern hinzugefügt. Auch wenn man den Baum gefällt hat - er gibt nicht auf.

Koordinaten 50.440958 -4.697476

Wir sind weiterhin auf dem Campingplatz in Ruthernbridge. Er ähnelt mehr einem Landschaftspark als einem Campingplatz, heute sind wir drauf gekommen, dass das Konzept dieses Campingplatzes ist, auch der Tier- und Pflanzenwelt einen Lebensraum zu bieten und wir uns den Platz mit wildlebenden Tieren teilen. Ein Rotkehlchen ist heute in den Bus hereingekommen um sich umzuschauen ob es Futter findet.

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